Die Vergessenen dieser Welt!

Nachrichten, Analysen und Meinungen zu aktuellen Themen, die anderweitig nicht gezeigt und gemeldet werden

Sendung 182 vom 09.09.2010

(Sendungen 2010)

Guten Tag liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich begrüße Sie zu einer neuen Folge von „Die Vergessenen dieser Welt!“. Die heutige Sendung ist übertitelt mit: Deutsches Militär und deutsche Politiker – eine Mörderbande.

Deutschland militarisiert immer schneller und in immer größerem Ausmaß weiter. Was vor zwanzig Jahren noch undenkbar schien ist heute militärisch/völkermörderische Realität.

So fordert der deutsche Industrie- und Handeskammertag (DIHK) offen zusätzliche Kriegseinsätze der Bundeswehr: Ihr Präsident Hans Heinrich Driftmann verlangte am letzten Augustwochenende mehr kampfbereite Einheiten, eine bessere Ausstattung sowie eine straffere Organisation des Militärs. Diesem müsse auch der Einsatz im Inland möglich gemacht werden.

Für Deutschland „wäre es eine Katastrophe, wenn die Handelswege, insbesondere nach Südostasien, dauerhaft eingeschränkt oder bedroht wären“, sagte Driftmann dem Nachrichtenmagazin Focus. Die Bundeswehr müsse sich „dringend den neuen Anforderungen stellen.“

Die USA hätten seit der Finanzkrise als Absatzmarkt für die deutsche Wirtschaft an Bedeutung verloren, sagte Driftmann. „Statt dessen engagieren wir uns jetzt stärker in Südostasien und Teilen Südamerikas. Wenn also die Schifffahrts- und Handelswege dorthin nicht mehr sicher sind, was glauben Sie, was wir hierzulande für Probleme bekommen“, meinte Driftmann.

Er kritisierte, die Bundeswehr sei nur bedingt handlungsfähig. „Wir haben heute eine relativ große Armee, allerdings sind von den 250000 Soldaten auf dem Papier faktisch nur maximal 8000 einsatzbereit. Mehr kann man zum Beispiel gar nicht gleichzeitig in Auslandseinsätze schicken. Das ist bitter wenig.“ Außerdem müsse die Bundeswehr die Ausrüstungsbestellungen verbessern.

Wie kann man das umschreiben? Wir führen Krieg für den Profit; könnte doch stimmen oder?

Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, dass sich am 4. September das Massaker von Kundus gejährt hat. Über 100 Menschen verbrannten 2009 bei einem Bombenangriff bei lebendigem Leibe – ohne dass der kommandierende Bundeswehr-Oberst Wolfgang Klein auch nur versucht hätte, zwischen gegnerischen Kämpfern und Zivilbevölkerung zu unterscheiden. Die kollektive Bestrafung ist ein Markenzeichen imperialistischer Partisanenbekämpfung. Es wirkt wie ein absurder Witz, dass die Bundesanwaltschaft gegen afghanische Aufständische wegen Verstoßes gegen Paragraph 129b ermittelt, also wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Wer sich nicht ergibt, ist kriminell, ganz klar. Wer dagegen, wie Oberst Klein, mal eben 100 oder mehr Verdächtige umbringt, kommt ungeschoren davon.

Wichtig ist auch eine Meldung, dass die Bundeswehr 2013 erstmals eine sogenannte unbemannte und ferngesteuerte Kampfdrohne zur Vernichtung von Zielen am Boden erhalten wird. Dies berichtet die deutsche Wirtschaftspresse. Die Drohne firmiert unter der Bezeichnung „Harop“ und ist Teil eines von der deutschen Waffenschmiede Rheinmetall und dem israelischen Rüstungskonzern IAI entwickelten Waffensystems.

Hervorgehoben wird dabei nicht nur die „hohe Flexibilität, Reichweite und Verweildauer“ dieser Kriegswaffe, sondern insbesondere deren „modulare Konstruktion“ und die Möglichkeit zur Nachrüstung mit Waffensystemen aller Art. Die „Mehrrollenfähigkeit“ von Drohnen ermögliche sowohl eine ausgefeilte Informationsübertragung zur „wirksamen Führungsunterstützung von Einsatzkontingenten“ als auch einen „reaktionsschnellen Waffeneinsatz“, heißt es weiter.

Auch kleinere mittelständische Firmen haben mittlerweile die Produktion von Drohnen als profitables Geschäftsfeld entdeckt. So vertreiben etwa die im Bundesland Nordrhein-Westfalen beheimateten Unternehmen AirRobot und Microdrones mit zunehmendem Erfolg sogenannte Mini-Drohnen. Diese seien hervorragend für „Überwachungs- und Inspektionsaufgaben“ aller Art geeignet.

Perfekt zur Überwachung der Bürger. Unliebsame „Subjekte“ kann man dann gleich – versehentlich natürlich – exekutieren. Praktisch, nicht war? Killing per Joystick sozusagen. Oh Du schöne neue Welt.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Wehrpflicht aussetzen und die Truppenstärke der Bundeswehr radikal verkleinern. Die Bundeswehr wird damit effektiver für den Krieg gemacht. Auch die USA wollen die Militärausgaben drastisch kürzen. Die Rüstungskonzerne werden nicht darben müssen, sie erhalten weiter ihre milliardenschweren Aufträge. Auch hier ist Effektivität das Zauberwort.

Die eigentlichen Verschwörer sitzen nicht als Terroristen in irgendeinem Land. Es sind die Damen und Herren, die im Namen der Demokratie und Freiheit solche Bluttaten planen,inszenieren und praktizieren! Denn sie sind es, die die größten Ziele der Menschheit verraten und vernichten! Die tatsächliche Verfechter von Demokratie und Freiheit, historisch wie gegenwärtig, waren und sind bemüht, diese Vorstellungen selbst auszuleben und zu verinnerlichen, auch wenn der Zeitgeist dagegen sprach und handelte und spricht und handelt! Wer sind diese Gestalten unter den Mänteln der größten Zielwünschen der Menschheit, die jedwede erreichte Errungenschaft der Weltbevölkerung in solcher Primitivität von Gewalt und Gewaltverherrlichung zu zerschmettern versuchen, in der Lage sind?

Die Welt vernichten, die unliebsamen Rassen massakrieren, Menschen verhungern und verdursten lassen, die Hungrigen in Korruption drängen und zwängen. Alle wichtigsten Ressourcen, um jeden Preis, zu besitzen versuchen und dann zu weltherrschaftlichen Zwecken verschwenden, vergeuden und vernichten zu lassen? Wie soll ein normales Hirn dem, in einem solchem Ausmaß verwirrter und verwirrender Diskrepanz und Geistesspaltung und -verwirrung Folgen können?

Kommt man sich nicht an die Zeit kurz vor dem 1. oder kurz vor dem 2. Weltkrieg versetzt vor? Deutsche Großmannssucht lässt die Dunklen Wolken eines Weltkrieges am Horizont aufziehen. Jeder, der die Existenz der Bundeswehr als notwendig verteidigt macht sich schuldig!

Guten Tag

Quellen:
German Foreign Policy
Tageszeitung Junge Welt