Sendung 697 vom 12.09.2026
Hallo liebe Zuschauerinnen und Zuschauer!
Selbst dem allergrößten Zwölfzylinder- / PS-Fetischisten ist seit Jahrzehnten bewußt, das Autos mit Verbrennermotor Dinosaurier sind, die in nicht allzu langer Zeit aussterben. Wenn unsere ach so kompetenten Politiker nun fassungslos vor der Krise in der Automobilindustrie (ins Besondere bei VW) stehen, so zeugt das nur von ihrer Inkompetenz und Dummheit.
Der Ausdruck „Nieten in Nadelstreifen“ trifft auf die Führungsspitzen dieses Konzerns in den letzten Jahrzehnten ganz besonders zu. Sonst wäre der Konzern nicht in der Situation, in der er ist.
Doch die Verantwortlichen werden nicht zur Rechenschaft und Haftung herangezogen. Stattdessen sollen die Arbeiter, die Ihre Arbeitskraft und Gesundheit an den Konzern verkaufen, daran glauben und ihnen soll das Genick gebrochen werden. Und das alleinig zum Wohle einiger weniger Großkapitalisten, Investoren und des neoliberalen Aktienmarktes.
Ein bißchen Historie, die aber immens wichtig ist zu wissen: Volkswagen wurde am 28. Mai 1937 von der nationalsozialistischen Organisation Deutsche Arbeitsfront (DAF) unter der Leitung von Adolf Hitler als Gesellschaft zur Vorbereitung des Deutschen Volkswagens mbH gegründet. Der Konstrukteur Ferdinand Porsche entwickelte ab 1934 im Auftrag des NS-Staates den Prototypen des Volkswagens und war später Teil der Geschäftsführung des 1938 in Volkswagenwerk GmbH umbenannten Werkes.
Somit ist klar um was es sich bei VW handelt, ein Kind aus Deutschlands dunkelster Vergangenheit, der Nazizeit. Insgesamt wurden im Volkswagenwerk während des Zweiten Weltkriegs zirka 5.000 KZ-Häftlinge direkt zur Arbeit gezwungen.
Es handelte sich überwiegend um jüdische Frauen und Männer (darunter ungarische Jüdinnen aus Auschwitz) sowie um Häftlinge aus dem KZ-Neuengamme. Auf dem Werksgelände und in unmittelbarer Nähe existierten eigene KZ-Außenlager, darunter das berüchtigte KZ Arbeitsdorf (1942) sowie das KZ-Außenlager Laagberg (1944/45). Die KZ-Insassen bildeten einen Teil der noch weitaus größeren Gruppe aller Zwangsarbeiter (zivile Deportierte aus Osteuropa, Kriegsgefangene und italienische Militärinternierte). Insgesamt mußten rund 20.000 Menschen bei VW-Zwangsarbeit leisten – im Jahr 1944 stellten sie rund zwei Drittel der gesamten VW-Belegschaft.
Eine exakte, allumfassende Totenzahl nur für die KZ-Häftlinge auf dem direkten Werksgelände existiert nicht. Historiker dokumentieren das Ausmaß der Todesfälle über verschiedene erschütternde Kennzahlen:
Die Häftlinge litten unter schwerer Mangelernährung, Mißhandlungen durch das Wachpersonal, unzureichender Kleidung und extrem harter körperlicher Arbeit (z. B. beim Fabrikbau oder der Trümmerbeseitigung nach Luftangriffen). Hunderte starben direkt vor Ort. Von den männlichen Häftlingen des VW-Außenlagers Laagberg waren kurz vor Kriegsende (März 1945) von ehemals über 800 Männern nur noch 656 am Leben und einsatzfähig. Die restlichen mindestens 144 Häftlinge waren entweder direkt im Lager verstorben oder wurden im Zustand der völligen Erschöpfung zur Vernichtung in das Stammlager zurückgeschickt. Ein besonders dunkles Kapitel ist die konzerneigene Einrichtung in Rühen. Dort wurden die Neugeborenen der osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen untergebracht. Aufgrund von absichtlicher Vernachlässigung, mangelnder Hygiene und Unterernährung starben dort fast 400 Säuglinge und Kleinkinder. Kurz vor der Befreiung durch US-Truppen im April 1945 räumte die SS die KZ-Lager auf dem VW-Gelände. Viele Häftlinge wurden in andere Auffanglager wie das KZ Wöbbelin transportiert, wobei auf diesen Evakuierungsmärschen und in den völlig überfüllten Ziellagern in den letzten Kriegstagen nochmals eine große Zahl von VW-Häftlingen starb.
Aufgrund dieser Vergangenheit sollte man eigentlich davon ausgehen, daß dieser Konzern heute ganz besonderen Wert auf herausragende menschlich-humane und soziale Werte und Tugenden legt, um im Hinblick auf die Vergangenheit ein herausragendes gesellschaftliches Vorbild zu sein. Dem ist jedoch leider in keinster Weise so!
Denn der allerwichtigste Punkt muß doch sein, daß ein Konzern der im verbrecherischen dritten Reich gegründet wurde und eine solche Vergangenheit hat, in gar keinem Fall Rüstungsgüter produzieren darf. DAS IST EIN ABSOLUTES NO GO! Aber VW scheint auch noch stolz auf seine Vergangenheit zu sein. Wie am 7. September bekannt wurde, soll das Werk Osnabrück geschlossen werden und dort dafür Zubehör für den Völkermord hergestellt. Als erster soll dort der israelische staatliche Rüstungskonzern Rafael einziehen. Dieser Konzern stellt unter anderem einen „Popeye Turbo“ genannten Marschflugkörper mit Atomsprengkopf her, der von den deutschen U-Booten der Dolphin-Klasse aus gestartet werden kann, die die BRD Israel teilweise geschenkt hat Der Völkermord-Staat Israel, der in Palästina hundertausendfach abschlachtet was es nur kann, Produziert Rüstungsgüter – eventuell für den Atomkrieg – auf dem Gelände eines von den Nazis gegründeten Betriebes. Auch eine noch weitergehende Umstellung auf Kriegsproduktion ist geplant. Dazu erübrigt sich jedes weitere Wort.
Wem „gehört“ denn VW überhaupt?
Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren bis heute über eine gemeinsame Holding die Stimmrechtsmehrheit am Volkswagen-Konzern. Sie sind die mächtigsten Eigentümer von VW, und ihre Familiengeschichte ist seit fast einem Jahrhundert untrennbar mit dem Unternehmen verbunden!
Das geschätzte Gesamtvermögen der Unternehmerfamilien Porsche und Piëch (53,3% Firmenbeteiligung) wird aktuell auf bis zu 30 Milliarden Euro beziffert und der 20% Anteil des Landes Niedersachsen an Volkswagen hat aktuell einen geschätzten Wert von etwa 3 bis 4 Milliarden Euro.
Die Dividenden dieser mafiösen drei sind nicht zu verachten:
Das Land Niedersachsen erhält momentan jährlich ca. 300 Millionen!
Die Familien Porsche & Piëch momentan jährlich ca. 230 Millionen von der Porsche SE Holding, die jährlich fast eine Milliarde (rund 947 Millionen Euro) an Dividendenzahlungen in den gierigen Rachen geschmissen bekommt.
Doch gehen wir einmal zu den Arbeitern des Konzerns. Wie „profitieren“ die Jahr für Jahr; in den Krisenzeiten?
Man kann es sich schon denken; überhaupt nicht! Im Gegenteil, Es ist vielmehr so:
Bereits im Vorfeld und im Zuge der Tarifrunden mußten die Arbeitnehmer herbe Zugeständnisse machen, um die Beschäftigungssicherung aufrechtzuerhalten:
- Aussetzung von Rentenerhöhungen: Die vertraglich vorgesehenen Erhöhungen der Betriebsrenten (um jeweils 5,5 %) wurden für die Jahre 2025 und 2026 komplett ausgesetzt.
- Wegfall von Einmalzahlungen: Die im Flächentarifvertrag vereinbarte Einmalzahlung von 600 Euro wurde gestrichen.
- Boni-Nullrunden: In Phasen akuter Zuspitzung ging die Tarif-Belegschaft bei den ergebnisabhängigen Bonuszahlungen zeitweise leer aus.
Für vier große Standorte in Deutschland gibt es ab dem Zeitraum 2031 bis 2034 jedoch keine vertragliche Garantie auf eine wettbewerbsfähige Fahrzeug-Folgebelegung mehr und das wahrscheinliche aus in der Autoproduktion: Emden, Zwickau, Hannover, Neckarsulm (Audi). Was das für die betroffenen Regionen bedeutet dürfte jedem klar sein…
Zu dem bereits seit 2024 laufenden Abbau von rund 50.000 Stellen hat der Aufsichtsrat die Streichung von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen beschlossen. 100000 Menschen rücksichtslos in die Arbeitslosigkeit geschickt und das in einer Zeit zunehmender Wirtschaftskrisen und steigender Arbeitslosigkeit.
Wo sind denn unsere großmäuligen Gewerkschaften momentan, zu einem Zeitpunkt wo sie die Arbeitnehmer am allernötigsten brauchen? Nun, deren Reaktion kann einfach nur als zynisch und unterirdisch bezeichnet werden. Man zeigt den Arbeitern den „Effenberg-Finger“.
Nach wochenlanger Verunsicherung der Belegschaft betonen Betriebsratschefin Daniela Cavallo (130000 € Jahresgehalt!) und die IG Metall, daß das Schlimmste abgewendet wurde – der Vorstand jedoch unter scharfer Beobachtung bleibt. Daniela Cavallo und IG-Metall-Chefin Christiane Benner (200000 € Jahresgehalt) hoben positiv hervor, daß eine harte Eskalation verhindert werden konnte. Wichtigster Teilerfolg für den Betriebsrat: Eine Schließung von Werken ist nicht final besiegelt und eine Zerschlagung oder Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw ist komplett vom Tisch. Cavallo betonte, daß der Zukunftsplan zwar eine bittere Notwendigkeit sei, um VW ins nächste Jahrzehnt zu führen, dieser aber nun nicht einseitig auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird. Die Gleichrangigkeit von Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherung sei verteidigt worden.
Diese Aussagen schlagen dem Faß den Boden aus! Die 100000 Menschen die ihren Arbeitsplatz und ihre Existenz verlieren werden „jubeln vor Begeisterung“. Und auch die betroffenen Bundesländer im Osten werden kaum Hurra schreien, im Gegenteil. Einen besseren Wahlhelfer kann sich die AfD überhaupt nicht wünschen!
Jeder der sich fragt wozu man Gewerkschaften braucht wird in dieser Meinung bestärkt. Unsere Gewerkschaften sind schon lange keine mehr, sondern ein entscheidender Teil der Kapitalistenklasse und dem kapitalistischen System! Wieder einmal verraten sie diejenigen für sie kämpfen sollen. So wie sie es hier im Land fast immer tun.
Wie sollte stattdessen weiter verfahren werden?
Der wichtigste Schritt wäre die sofortige Enteignung der Vermögen der Familien Porsche und Piech sowie der Holding und des Anteils des Landes Niedersachsen. Der Konzern muß dementsprechend vergesellschaftet werden, mit den entsprechenden Strukturen.
Die einzelnen Werke sind das größte Gut. Ein Werk wie beispielsweise in Zwickau. Es besitzt mit seinen Mitarbeitern einen riesigen Erfahrungsschatz, da dort seit 1904! Autos produziert werden. Sie müssen erhalten werden und die Regionen vor weiterem wirtschaftlichem und sozialem Verfall geschützt. Das man vom Verbrenner weg zukunftsfähige Produkte produzieren muß ist eine Binsenweisheit, die aber endlich intelligent in Angriff genommen werden muß. Und dies ist gerade vergesellschaftet auch konkurrenzfähig und fortschrittlich möglich. Und das zum Wohle aller und nicht nur einiger weniger.
Bundes- und Landesregierungen die sich gegen solche Pläne sperren müssen von der Bevölkerung abgewählt und abgesetzt werden.
Wir sehen uns zur nächsten Sendung wieder!
